Beitrag über die Politik großer Sprachmodelle

Beitrag für die Republik
Für die Republik habe ich einen Text geschrieben, der sich mit der immer schon aktiven Ideologie von KI, zumal “großen Sprachmodellen” befasst. Er ist hier zu lesen.

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Neues 0x0a-Projekt: Weisheit und Wiederholung

Cover Weisheit und WiederholungDas Buch im Schnelldurchlauf»Und« verbindet und trennt, koordiniert und hält auf Abstand. Doch bleibt das Verhältnis zwischen zwei durch »und« gekoppelten Termen ambivalent, kann sowohl Zusammengehörigkeit wie Gegensatz ausdrücken. Vielleicht dieser Vagheit wegen sind sie als Titel vor allem für philosophisch-literarische Großwerke populär: Sein und Zeit, Wirtschaft und Gesellschaft, Kritik und Krise, Mohn und Gedächtnis.

Aber noch ist nicht alles gesagt. Was ist mit Mohn und Zeit, Wirtschaft und Kritik, Sein und Krise? Es bleibt auch für zukünftige Diskursgrößen viel zu tun. Das Kompendium Weisheit und Wiederholung versammelt die Titel von 104.052 noch zu schreibenden Büchern: Eine To-do-Liste intellektueller Selbstbeschäftigung, erstellt durch alle möglichen Permutationen der von Hendrikje Schauer und Marcel Lepper gesammelten Titelpaare (Works & Nights, 2018).

Das Buch zum Download sowie die Hintergründe auf 0x0a. Kaufen kann man es hier.

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New text: The „Gestalt“ of AI

Zeitschrift für Medienwissenschaft My essay on the Gestalt logic of artificial neural networks that first appeared in Zeitschrift für Medienwissenschaft came out in English with Interface Critique. Read it here.
 
 
 
 
 
 
 

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Lyrix: Bundeswettbewerb für junge Lyrik

Im Februar ist Was man muss (Managementkorpus) Gedicht des Monats auf der Seite von Lyrix, dem Bundeswettbewerb für junge Lyrik. Dabei soll es Anregungen geben, selbst digitale Lyrik zu produzieren (in einem Video stelle ich vier mögliche Verfahren vor).

Schön ist auch das Arbeitsblatt für den Deutschunterricht, das zeigt, wie man Schüler:innen an den Gedanken heranführt, dass Text nicht immer ganz neu geschrieben werden muss, sondern immer schon Material ist, aus dem man Neues machen kann – auch mit digitalen Mitteln.

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Rückblick auf das Blumenberg-Jahr

Für den Merkur habe ich die eine Sammelrezension der neuen Blumenbergiana aus dem Jubiläumsjahr geschrieben. Darin werden besprochen:

– Hans Blumenberg: Beiträge zum Problem der Ursprünglichkeit der mittelalterlich-scholastischen Ontologie
– Hans Blumenberg: Realität und Realismus
– Rüdiger Zill: Der absolute Leser: Hans Blumenberg. Eine intellektuelle Biographie
– Jürgen Goldstein: Hans Blumenberg: Ein philosophisches Portrait

Hier ist die Rezension zu lesen.

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Zwei neue KI-Essays / Two new essays on AI

Zeitschrift für Medienwissenschaft  Basel Media Culture and Cultural Techniques Working Papers

I have published two essays dealing with AI recently:
“Die ‘Gestalt’ der KI: Jenseits von Atomismus und Holismus” is about the philosophical conceptualization of artificial neural networks with Zeitschrift für Medienwissenschaft (an English version, text here, is forthcoming with Interface Critique).
“Algorithmic Empathy: On Two Paradigms of Digital Generative Literature and the Need for a Critique of AI works” deals with the poetic potential of literature generated by connectionist AI systems and their difference to the older, sequential paradigm. It is published as a quotable, DOI-identified Basel Media Culture and Cultural Techniques Working Paper.

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Neues 0x0a-Projekt: Poetisch denken, Band 1-4

coverreaderDeep Dreaming der Lyrik: Poetisch denken hieß ein Buch von Christian Metz über vier Dichter*innen, die für ihn die Lyrik der letzten zwanzig Jahre wesentlich bestimmt haben: Monika Rinck, Jan Wagner, Ann Cotten und Steffen Popp. Poetisch denken heißt auch eine neue Reihe von 0x0a, die je ein neues Buch von Rinck, Wagner, Cotten und Popp enthält, generiert mit dem neuronalen Netz GPT-2 und auf Grundlage aller in Metz’ Buch erwähnten Titel.

des bodenuren herausendbands

hört ihr das, so höhnen honigprotokolle, semantisize,
schwere primatover. es ist sicher bald ein gramisfürbter praktz tun?
so keine großem einisisters, es ist die verkraft, ein maschine.
kaum als einists ein kommando, es ist verkraft.
nur ich schnell oder ein schlimmer
nichts mehr übrig.

— »Monika Rinck«

Die Bücher gibt es bei 0x0a und im Frohmann Verlag.
Ein Interview im Deutschlandfunk Büchermarkt mit mir findet sich hier.

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New book: History, Metaphors, Fables: A Hans Blumenberg Reader

coverreaderI am exceedingly happy to announce that the fruit of several years of shared work has just been published. Together with Florian Fuchs and Joe Paul Kroll, I have edited History, Metaphors, Fables: A Hans Blumenberg Reader. It came out with Cornell University Press, on occasion of Blumenberg’s 100th birthday. Here’s the table of contents.

Description: „History, Metaphors, Fables collects the central writings by Hans Blumenberg and covers topics such as on the philosophy of language, metaphor theory, non-conceptuality, aesthetics, politics, and literary studies. This landmark volume demonstrates Blumenberg’s intellectual breadth and gives an overview of his thematic and stylistic range over four decades. Blumenberg’s early philosophy of technology becomes tangible, as does his critique of linguistic perfectibility and conceptual thought, his theory of history as successive concepts of reality“, his anthropology, or his studies of literature. History, Metaphors, Fables allows readers to discover a master thinker whose role in the German intellectual post-war scene can hardly be overestimated.“

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Neues Buch: Wendekorpus

Zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober erscheint das Langgedicht »Wendekorpus«, das in meinem Buch Halbzeug erschienen ist, als Sonderausgabe im Frohmann Verlag.

Aus dem Nachwort:
»Wir« ist ein gewalttätiges Wort. Nicht nur, weil ein Wir immer auch ein Ihr oder ein Sie braucht, das es ausschließt. Die Gewalt im Wir ist auch eine einschließende. Wer »Wir« sagt, verleibt sich die ein, die er mitmeint. Ein Wir verspeist. Und doch scheint einem Wir nur ein anderes Wir Widerstand leisten zu können.
Es sei denn, man kann sich dem ganzen Wir-Sagen entziehen. Die 30 Jahre, die seit dem Mauerfall vergangen sind, der heute von einem offiziellen Wir gefeiert wird, sind nicht lang genug gewe­sen, die kleinen mitgemeinten und mitverspeisten Wir auch völlig zu verdauen. Geht man auf diese Zeit zurück, deren Film­bilder heute zu Ikonen eines linearen, zwangsläufigen Geschichtsverlaufs geworden sind, und betrachtet stattdessen ihre Sprachbilder, zeigt sich eine Vielfalt von Wir, die nur als einzelne bestehen können.
Der »Wendekorpus Ost+West« des Instituts für Deutsche Sprache enthält tausende Wir. Seiner offiziellen Beschreibung nach wurde er »im Rahmen des Projektes Gesamtdeutsche Korpusinitiative, arbeitsteilig im IDS und im früheren Zentralinstitut für Sprachwissenschaft, ehemals zur Akademie der Wissenschaften der DDR gehörend« erarbeitet. Er umfasst ca. 3,3 Millionen laufende Wortformen aus 3.387 Texten, zusammengestellt aus Zeitungsartikeln, Flugblättern, Interviews, Reden und Plenarprotokollen aus Ost und West, die zwischen Mitte 1989 und Ende 1990 – im Niemandsland zwischen Mauerfall und Wiedervereinigung – entstanden sind.
Über die Webseite des Instituts für Deutsche Sprache kann man auf diesen Korpus der Wendezeit­sprache zugreifen. Dazu stellt das IDS ein Korpusanalyseprogramm zur Verfügung: Mit COSMAS II kann man nach bestimmten Wortformen, Verbindungen, Kollokationen und Konkordanzen suchen. Oder die kleinen Wir sich dem großen Wir entziehen lassen.
Für Wendekorpus habe ich alle mit »Wir« beginnenden Sätze ausgeben lassen; um einer lesbaren, konzisen Form willen habe ich die Satzlänge auf exakt sechs Wörter beschränkt: kurz genug für klare Aussagen, lang genug, um Nuancen zuzulassen. Das Ergebnis ist kein großes Wir, sondern viele kleine. Ein widersprüchliches, schizophrenes und identitäts­kon­fuses Stimmengewirr der Wendezeit, das keine Auflösung braucht und keine will: »Wir blieben strittig an diesem Tag.«

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Lesetermine

Ich lese und diskutiere bei folgenden Veranstaltungen:

  • 15.09.2019, 17:00 Uhr, Berlin (Internationales Literaturfestival)
    Podiumsgespräch zu Literatur und Künstlicher Intelligenz (mit Ann Cotten, Philipp Schönthaler Thomas Nikolaus Haider und Hannes Bajohr)
  • 24.09.2019, 16:30 bis 18:00 Uhr, Paderborn (Tage der Forschung)
    Lesung aus Halbzeug und Gespräch über Literatur und Digitalisierung
  • 26.09.2019, 19:30 Uhr, Baden (CH), Buchhandlung Librium (Baden liest)
    Lesung aus Halbzeug
  • 01. 11. 2019, 14:15, Berlin (Übersetzertag des Deutschen Übersetzerfonds, LCB Berlin)
    Podiumsgespräch mit Christiane Frohmann und Hannes Bajohr zu Chancen und Grenzen digitaler Literatur

 

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