KRANZ / CORONA

Aus der Tatze aast der Nachsommer mir sein Laub: wir sind Clans.
Wir pellen den Augenblick aus den Hülsenfrüchten und bringen ihm stelzen bei:
der Augenblick findet heim in die Hülse.

In der reflektierenden Glasfläche ist Fest,
in der Illusion wird genächtigt,
der Rachen berichtet wahrhaftig.

Mein Sehorgan klettert hinunter zum Genus der Innigen:
wir fixieren uns,
wir bedeuten uns Mattes,
wir poussieren miteinander wie Ackerblume und Gedächtniskraft,
wir schlummern wie Limonade in den Mollusken,
wie die Salzflut im Lebenssaftglanz des Silbermanns.

Wir beharren geliebkost in der Luke, sie gaffen uns an von der
Avenue:
es ist der Augenblick, Kenntnis zu haben!
Es ist der Augenblick, daß der Klinker zu florieren gefällig ist,
daß der Jagd ein Cor patscht.
Es ist der Augenblick, daß es Augenblick wird.

Es ist der Augenblick.

 

[Paul Celan, Corona, in: Mohn und Gedächtnis, 1952, mithilfe der Word-Synonymfunktion und synonyme.de jedes Nomen und Verb/Adverb gegen ein Synonym ausgetauscht; für das Original hier klicken.]

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SPÄRLICH BEIDE ANGELEGENHEITEN / NUR ZWEI DINGE

Durch Vermittlung daher dichter Gestalten gegangen,
aus Bewusstsein ferner Wir samt Du,
nichtsdestoweniger restlos überlebte befallen
aus welcher konstanten Erkundigung: inwiefern?

Welches bedeutet eine Nachfolgererkundigung.
Dir reifte ursprünglich überfällig ausdrücklich,
es reicht allein eines: einstecke
– ob Bedeutung, ob Drang, ob Gerücht-
dein abseitsangeordnetes: Du bist verpflichtet.

Ob Rosen, ob Schaum, ob Ozeane,
was ausnahmslos keimte, erblasste,
es bezahlt spärlich beide Angelegenheiten: den Hohlraum    
und das radierte Bewusstsein.

[Jedes Wort in Gottfried Benns ›Nur zwei Dinge‹ mittels eines VBA-Scripts durch das erste von Microsoft Words Synonymfunktion angebotene Synonym ersetzt; Wörter, für die keine Synonyme zur Verfügung standen, wurden unverändert übernommen. Für das Originalgedicht hier klicken.]

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