DAS WOLLEN DER DRÄHTE

die hingabe zum mystischen umgeht
wieder seinen papierkorb
er setzt hinein
in die axone entlockt
ihnen atemlosigkeit

das sucht-getriebe: seine flachen ganglien
das linoleum glimmt wie ein
letztes bedeutsames mirakel

ein mensch wird eingerichtet
inwärts rangiert das
behutsam drehen die inputvorgänge
kaffeegeschmack für den anblick

euch allein lassen synapsen zwischen verschlägen

dumpf und vorgereckt
die blaufahl besoffene legende
auf dem inzwischen geschürzt wartenden
liegt bloß oberfläche

das geschmacksnerven-gefühl
es gebiert gaumen

erklärtes operettenschauen
genug jammerei
blickt und zieht durch beste kaffee-körper
unteroberflächig an der zigarette

über ihm die tatsachenwidrige organische information

flur auf
geniesse abscheu
zu licht gewisses
aufwachen in fingern

er beobachtet noch
kraftlos gestreckter zivilisationsbeweis
das wollen der drähte

[Textgrundlage: Eigener unveröffentlichter Text.]

automatengedichte literarisches

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