KRANZ / CORONA

Aus der Tatze aast der Nachsommer mir sein Laub: wir sind Clans.
Wir pellen den Augenblick aus den Hülsenfrüchten und bringen ihm stelzen bei:
der Augenblick findet heim in die Hülse.

In der reflektierenden Glasfläche ist Fest,
in der Illusion wird genächtigt,
der Rachen berichtet wahrhaftig.

Mein Sehorgan klettert hinunter zum Genus der Innigen:
wir fixieren uns,
wir bedeuten uns Mattes,
wir poussieren miteinander wie Ackerblume und Gedächtniskraft,
wir schlummern wie Limonade in den Mollusken,
wie die Salzflut im Lebenssaftglanz des Silbermanns.

Wir beharren geliebkost in der Luke, sie gaffen uns an von der
Avenue:
es ist der Augenblick, Kenntnis zu haben!
Es ist der Augenblick, daß der Klinker zu florieren gefällig ist,
daß der Jagd ein Cor patscht.
Es ist der Augenblick, daß es Augenblick wird.

Es ist der Augenblick.

 

[Paul Celan, Corona, in: Mohn und Gedächtnis, 1952, mithilfe der Word-Synonymfunktion und synonyme.de jedes Nomen und Verb/Adverb gegen ein Synonym ausgetauscht; für das Original hier klicken.]

literarisches synonymgedichte

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